Immer wieder Deutsch | Learn German (B1 - C1 Intermediate)

#45 - Urlaub & Sprechen üben (B1-C1) | Learn German Listening Practice

Lehrer Ben Season 1 Episode 45

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Ich bin zurück aus dem Urlaub und erzähle euch, warum ich weg war & ob Sprachunterricht etwas bringt. :)

Nützliche Redewendungen & Ausdrücke:

  • Unterwegs sein – Nicht zu Hause sein, sondern an anderen Orten sein oder reisen.
  • Energie tanken – Sich ausruhen und neue Kraft / Motivation bekommen.
  • Etwas bringt etwas / bringt nichts – Etwas hilft und ist nützlich (oder eben nicht nützlich).
  • Eine Situation simulieren – Eine echte Situation nachspielen (zum Beispiel üben, wie man im Supermarkt bezahlt oder ein Vorstellungsgespräch führt).
  • Auf einen Fehler hinweisen – Jemandem höflich sagen, dass er etwas Falsches gesagt oder gemacht hat.
  • Gesicht zu Gesicht – Wenn man sich direkt gegenübersteht und persönlich miteinander spricht (aus dem Englischen face to face).
  • Einen großen Eindruck machen / hinterlassen – Wenn eine Erfahrung sehr stark wirkt und man sie deshalb lange nicht vergisst.
  • Macht's gut! – Ein freundlicher und informeller Gruß zum Abschied (bedeutet: Tschüss / Eine gute Zeit!).

Pause & Fest in Japan

Ben

Hallo und willkommen zurück bei immer wieder Deutsch. Nach einer kleinen Pause bin ich wieder da und ja, ich kann ja ein bisschen erzählen, warum es diese Pause gab. Und zwar waren Feiertage hier in Japan und die letzten Tage war Familie zu Besuch hier und ich war viel unterwegs. Ich war bei einem großen Fest in einer anderen Stadt. Ein sehr bekanntes Fest hier in Japan. Das nennt sich Awa Odori. Also, das ist so ein Tanz, der immer um diese Zeit im Jahr stattfindet. Mit ganz, ganz vielen Leuten in der Stadt. Und es gibt viel Verschiedenes zu essen. Die Leute sind alle bei guter Laune. Es gibt gute Stimmung. Und das war ein bisschen weiter weg. Ich musste so ungefähr dreieinhalb Stunden oder vier Stunden mit dem Auto fahren. Also ein Weg. Und zwar nach Tokushima. Das ist so eine Insel hier in der Nähe von der Stadt, in der ich wohne. Und dafür muss man über zwei sehr große Brücken fahren. Es gab natürlich auch Stau zwischendurch, mehrmals. Und ja, abends bin ich dann wieder zurückgefahren. Die anderen Tage haben wir hier mit Familie verbracht. Und haben viel gegessen, verschiedene Dinge. Ja, das war der eigentliche Grund, warum es keinen Podcast gab. Ich habe auch ein bisschen Urlaub gehabt von meinem Deutschunterricht, also von meinen Konversationsstunden auf iTalki. Deshalb, ja, dachte ich, es ist auch mal gut, eine kleine Pause vom Podcast zu machen. Hier bin ich wieder zurück. Ich habe wieder Energie getankt sozusagen. Und

Vorteil von Konversationsunterricht

Ben

jetzt kommen wieder viele neue Folgen. Ja, ich dachte, heute rede ich vielleicht mal ein bisschen über Konversationsunterricht. Macht das Sinn? Bringt das etwas? Ja, wie ich schon öfter gesagt habe, ich gebe Konversationsunterricht, Deutschkonversationsunterricht auf iTalki und habe viele verschiedene Schüler aus vielen verschiedenen Ländern, die alle ein sehr unterschiedliches Deutschniveau haben. Und ich nehme auch selber dort Unterricht für Japanisch im Moment. Und vielleicht erzähle ich euch einfach mal, warum ich denke, dass das gut ist. Vorher dachte ich auch immer, wozu einen Konversationsunterricht nehmen. Das bringt vielleicht nicht so viel. Es gibt ja heutzutage KI, mit der man sprechen kann. Oder ich kann einfach Freunde finden, die vielleicht die Sprache sprechen und mit diesen Freunden reden. Aber nein, ich finde, Konversationsunterricht ist sehr hilfreich. Weil man kann zum Beispiel eine Stunde lang nur in dieser Sprache sprechen oder auf dieser Sprache sich unterhalten. Und der Lehrer konzentriert sich auf die Fehler und ja, man kann am Ende des Unterrichts hat man so eine kleine Zusammenfassung, jedenfalls auf iTalki. Man hat so eine kleine Übersicht mit Fehlern, die man sehen kann, oder mit Grammatikpunkten, die im Unterricht vorgekommen sind. Das ist auch mittlerweile durch KI aufgenommen. In dem Fall finde ich die Benutzung von KI eigentlich sehr hilfreich. Also ich muss sagen, mir bringt das etwas. Ich habe am Ende der Stunde dann so eine Vokabelliste, die ich sehen kann. Und ja, das hilft mir. Es ist hilfreicher als einfach mit Freunden zu sprechen, weil man über ein Thema reden kann, was man sich aussucht. Also mit Freunden will man natürlich nicht über ein Thema sprechen, was langweilig ist oder den Freund vielleicht nicht interessiert. Aber im Unterricht kann man sich eigentlich aussuchen, über was man spricht. Man kann auch eine Situation simulieren, zum Beispiel beim Einkaufen oder ein Bewerbungsgespräch. Und ja, pro Woche eine Stunde Unterricht zum Beispiel bringt echt viel, finde ich. Also für mein Japanisch hilft es gerade sehr. Ich konzentriere mich auf die Aussprache und versuche, die Fehler zu finden, die ich oft mache, immer noch. Und da hilft es echt, einen Lehrer oder einen Tutor zu haben, der einem zuhört und aufpasst, welche Fehler man macht. Deswegen versucht das doch mal. Das ist meistens sehr günstig. Also es ist günstiger als ein Privatlehrer oder ein Kurs meistens. Und am Anfang hat man auch meistens ein paar Probestunden, die man günstiger machen kann. Deshalb, ja, natürlich, Input ist ein großer Teil vom Sprachenlernen. Aber gegen Ende, je besser man wird und je besser man Input versteht, desto effektiver ist auch Output zu üben. Und ich finde, da gibt es eigentlich nichts Besseres, außer Sprachunterricht, Konversationsunterricht. Das ist wirklich sehr effektiv,

Tipps zum Sprechen üben

Ben

finde ich. Eine andere Methode ist noch, sich selbst aufzunehmen. Also zum Beispiel, wenn ihr Deutsch lernt. Jeder hat ja heutzutage ein Handy, ein Smartphone. Versucht doch mal irgendwie zehn Minuten über euren Tag zu sprechen oder fünf Minuten über euren Tag zu sprechen oder über ein Thema zu sprechen und nehmt das einfach mit dem Handy auf und hört es euch danach an. Ja, oft fallen einem selbst die eigenen Fehler auf, wenn ihr schon gut seid im Hören oder ihr merkt selbst, was an der Aussprache noch nicht so gut funktioniert, was noch nicht so passt. Ja, dafür ist das Aufnehmen sehr gut. Mit einem Lehrer ist natürlich noch ein bisschen effektiver, weniger Arbeit. Der Lehrer korrigiert euch und weist euch auf Fehler hin. Also er sagt euch, wenn ihr einen Fehler macht. Und das ist ja sehr hilfreich. Und ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass ich die neuen Vokabeln aus dem Konversationsunterricht viel schneller lernen kann oder mir besser merken kann, als wenn ich zum Beispiel eine App benutze wie Anki oder so. Aber das ist auch ein anderes Thema. Wie lange sollte man solche Lern-Apps benutzen? Ab welchem Niveau macht das keinen Sinn mehr. Ich denke, wenn man Deutsch B2-Niveau erreicht hat, ist das ein guter Punkt, an dem man langsam anfangen kann, weniger diese Apps zu benutzen und Lernmaterial zu benutzen und einfach, ja, ich sag mal, Muttersprachler-Content zu konsumieren. Das Schwierige ist dann natürlich, wenn es viele Wörter gibt, die man noch nicht kennt oder noch nicht versteht. Sollte man sich das dann aufschreiben oder nicht? Ich denke nein. Also ich denke, meistens bringt das nichts, sich eine lange Liste zu machen von Dingen, die man noch nicht kennt. Für mich persönlich funktioniert diese Kombination sehr gut aus eben Konversationsunterricht und Muttersprachler-Content als Input. Jedenfalls für Japanisch. Ja, diese Momente, wenn man mit jemandem spricht und man hört ein neues Wort, das ist irgendwie viel einfacher, sich dann die Bedeutung zu merken, finde ich. Anstatt, wenn man jetzt ein neues Wort im Podcast hört, zum Beispiel oder irgendwo liest. Wenn man in einer Konversation ist, also Gesicht zu Gesicht, dann funktioniert das irgendwie besser, sich neue Dinge zu merken. Finde ich. Das ist meine persönliche Erfahrung.

Fazit

Ben

Wie ist das für euch? Ihr kennt das sicherlich auch, dieser Moment, wenn man beim Sprechen einen Fehler macht und man wird von einem Muttersprachler korrigiert. Das hat irgendwie einen sehr großen Eindruck, finde ich. Einen großen Lerneffekt. Ja, das war's für heute. Ich bin wieder da. Es gibt wieder mehrmals die Woche einen neuen Podcast. Ich freue mich drauf. Ich hoffe, ihr freut euch auch. Bis zum nächsten Mal. Macht's gut.