Immer wieder Deutsch | Learn German (B1 - C1 Intermediate)

#41 - Spontan sein & Hören lernen (B1-C1) | Learn German Immersion Listening Practice

Lehrer Ben Season 1 Episode 41

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In dieser Folge von „Immer wieder Deutsch“ spreche ich ganz spontan und ohne Skript über das Thema Spontanität. Ich erkläre dir, was Spontansein im Alltag bedeutet und warum ungezwungenes, freies Deutsch viel effektiver für dein Hörverständnis ist als auswendig gelernte Lehrbuchtexte.

Nützliche Redewendungen & Ausdrücke:

  • Sich große Gedanken machen – Sehr viel und lange über etwas nachdenken oder sich Sorgen machen.
  • Ohne viel Vorbereitung – Etwas sofort tun, ohne vorher lange zu planen.
  • Frei sprechen – Aus dem Kopf heraus reden, ohne einen fertigen Text abzulesen.
  • Auf Aufnehmen drücken – Den Knopf an einem Gerät drücken, um eine Ton- oder Videoaufnahme zu starten.
  • Perfekte Sätze – Sätze, die genau nach den Grammatikregeln aufgebaut sind, wie in einem Schulbuch.
  • Zeit investieren – Zeit bewusst für etwas nutzen, um ein Ziel zu erreichen (zum Beispiel beim Sprachenlernen).
  • Wie ein Rezept beim Kochen – Eine Anleitung, die dir zwar die Regeln erklärt, dir aber nicht die echte Praxis ersetzen kann.
  • Etwas unternehmen – Rausgehen und zusammen mit anderen Menschen etwas Schönes machen (zum Beispiel ein Eis essen oder im Park spazieren).

Begrüßung & Was bedeutet Spontanität im Alltag?

Ben

Guten Abend, guten Morgen, guten Tag, Hallo und willkommen zurück bei immer wieder Deutsch. Heute spreche ich über das Thema Spontan sein. Also Spontanität. Spontan sein bedeutet, etwas zu tun, ohne viel Vorbereitung, zum Beispiel, wenn man eine Nachricht von einem Freund bekommt, vielleicht auf WhatsApp oder irgendeinem anderen, ja, irgendeiner anderen App, Social Media zum Beispiel, und man wird gefragt, hey, hast du heute Zeit? Wollen wir zusammen in den Park gehen? Wollen wir zusammen was essen gehen? Wollen wir zusammen ein Bier trinken gehen? Und dann ist man bereit, einfach spontan zu sagen, okay, alles klar, ich habe Zeit heute, ich habe Zeit in vielleicht einer Stunde oder in zwei Stunden und lass uns etwas unternehmen. Also spontan sein heißt, ja, vielleicht flexibel sein und kurzfristig, also schnell zu reagieren und bereit sein, etwas

Dieser Podcast ist spontan: Warum freies Sprechen besser hilft

Ben

zu tun. Zum Beispiel, diese Folge gerade, diese Episode vom Podcast, ist auch sehr spontan. Ich habe einfach auf Aufnehmen gedrückt und ich spreche gerade spontan über das Thema Spontansein. Ja, also ich mache mir eigentlich meistens nie große Gedanken vor dem Podcast, also bevor ich aufnehme. Manchmal schreibe ich mir so kleine Ideen auf, aber wie man vielleicht merkt, habe ich kein Skript oder ich lese nicht den Text ab, während ich rede, sondern ich spreche frei und spontan. Und ich denke, das ist sehr gut. Ich habe manche Schüler gehabt, die gefragt haben, warum ich nicht einfach zum Beispiel einen Text vorlese oder über bestimmte Vokabeln oder Grammatik spreche. Und meine Antwort ist immer, ich denke, der beste Weg, hören zu lernen, ist spontanes Deutsch zu hören. Also echtes Deutsch, natürliches Deutsch, was man nicht vorbereitet hat, sondern ein ganz normales Gespräch, in meinem Fall ein Gespräch mit mir selbst. Und ich denke, das ist die natürlichste Art von deutscher Sprache. Ja, egal welche Sprache man lernt, ich finde das immer hilfreicher als irgendwie so geplante Videos über eine Geschichte, zum Beispiel, wenn man jetzt eine Geschichte vorlesen würde, dann ist das ja auch geschriebener Text und die Person hat Zeit, sich vorzubereiten und diese kleinen Füllworte, wie zum Beispiel Ähm, aber, ja und so weiter,

Alltagssprache vs. Lehrbuch: Der Vergleich mit Kochrezepten

Ben

fehlen halt. Und wie ihr vielleicht merkt, wenn man spricht, spricht man nicht immer in ganzen perfekten Sätzen. Das macht eigentlich niemand im Alltag. Oder wenn man mit Freunden spricht. Ja, auch selbst an der Arbeit, wenn man mit Kollegen spricht, dann sind das nicht immer perfekte Sätze wie im Textbuch. Und ich glaube, das ist sehr wichtig, wenn man das nicht verstehen kann, zu 100 Prozent, dann muss man einfach mehr hören. Also Input ist sowas von wichtig, wenn man eine Sprache lernt. Ich glaube, Input ist 80%, 90% vom Lernen einer Sprache bis zu einem bestimmten Level. Und danach ist natürlich auch Output sehr wichtig. Und am Anfang ist das eben Input aus einem Textbuch zum Beispiel, aus einem Lehrbuch, weil da hat man eben ein bisschen Struktur und man lernt die Grammatik und den Satzbau, die Satzstruktur und ja, das ist eine andere Art von Input. Grammatik lernen ist ein bisschen wie ein Rezept beim Kochen. Also wenn man kocht, dann kann man sich dieses Rezept anschauen und sich merken, aber man muss ein Gericht öfters kochen, um einzuschätzen, wie es am besten schmeckt, wie man es am besten macht. Dieses Rezept ist eben nur eine Anleitung für das Kochen. Aber man lernt, indem man dieses Rezept sehr oft liest, nicht wie man kocht. Man muss wirklich kochen, um kochen zu lernen. Bei einer Sprache ist das eben, wenn man mehr verstehen will, sehr viel hören. Das ist eine Fähigkeit, ein Skill wie jeder andere, eine Fähigkeit wie jede andere Fähigkeit. Wenn man gut werden will in etwas, dann muss man das

Warum Podcasts die effizienteste Methode fürs Hörverständnis sind

Ben

wiederholen. Und ich denke immer darüber nach, dass die Zeit, die man täglich investiert, also die Zeit, die man täglich benutzt zum Sprachenlernen, ist am Ende des Jahres eine sehr große Zahl, wenn man zum Beispiel jeden Tag eine Stunde hört oder vielleicht sogar, wenn man mehr Zeit hat, zwei Stunden pro Tag, dann bei zwei Stunden hat man schon über 700 Stunden am Ende des Jahres, wenn man jeden Tag hört. Und der Grund, warum ich diesen Podcast hier mache, ist nicht um eine Anleitung zu geben, wie spricht man richtig Deutsch oder wie lernt man die Grammatik richtig, sondern der Grund ist, ich dachte, es gibt nicht genug Material oder nicht genug Podcasts, die fast jeden Tag eine neue Folge machen und einfach nur sprechen. Das Gute an einem Podcast ist, man hat sehr viel Inhalt in kurzer Zeit. Wenn man zum Beispiel einen Film schaut oder ein YouTube-Video schaut, dort wird vielleicht nicht die ganze Zeit gesprochen. Also in einem Film wird sogar relativ wenig gesprochen, wenn man darüber nachdenkt. Am Ende von einem Film, der zwei Stunden lang ist, hat man vielleicht zehn Minuten gesprochenes Material. Kommt natürlich auf den Film an. Aber deshalb denke ich, ein Podcast ist wirklich die effizienteste Methode, hören zu lernen, also verstehen zu lernen bei einer Sprache. Das ist ja einfach die beste Art von Material, die es gibt, denke ich. Deshalb habe ich diesen Podcast hier angefangen und mir überlegt, was für einen Podcast mag ich gerne. Und ja, ich mag einfach, wenn eine Person immer die gleiche Person über zufällige Themen spricht. Es muss nicht mal ein Thema sein. Es kann auch einfach über den Alltag sein, über Gedanken, die man spontan hat. Ja, das ist, denke ich, sehr wichtig zu verstehen. Abgesehen von einem Podcast gibt es keine bessere Methode, hören zu lernen. Auch zum Beispiel, wenn man

Vokabeln in der Beschreibung & Verabschiedung

Ben

sich mit jemandem unterhält, dann hat man natürlich in einem Gespräch immer vielleicht 50%, 50%, also 50% reden, 50% hören, manchmal mehr, manchmal weniger. Und in einem Gespräch redet man meistens über viele verschiedene Themen. Ein bisschen oder wie kann ich das am besten sagen? Ein bisschen flach, also nicht so tief. Und hier im Podcast habe ich eben die Möglichkeit, jeden Tag über ein bestimmtes Thema, Gefühl oder was auch immer ein bisschen länger zu reden. Und so könnt ihr vielleicht ein paar Vokabeln oder Redewendungen hören, die ihr vorher noch nicht gehört habt. Übrigens habe ich immer in der Beschreibung vom Podcast eine Liste mit vielleicht den schwierigsten Vokabeln und schwierigen Redewendungen. Die Liste findet ihr ja einfach in der Beschreibung. Ich weiß nicht, auf welcher Plattform ihr diesen Podcast hört, aber meistens sind das so 5 bis 10 Wörter oder Redewendungen. Vielleicht hilft euch das weiter. Ich hoffe, es macht euch Spaß zuzuhören. Wenn ihr Feedback habt, freue ich mich immer darüber. Ich danke euch. Wir hören uns in der nächsten Folge. Macht's gut. Bis dann. Tschüss.